Verliebt in Peru
Ankunft in Cuzco
Als ich in Cuzco lande, ist es 6:30 Uhr früh. Ich bin unglaublich müde und heilfroh, dass mein Fahrer zuverlässig mit der gelben Smiley-Fahne draußen auf dem Parkplatz steht, um mich abzuholen. Als ich um 7 Uhr im Hotel Amaru Colonial aufschlage, lassen sie mich tatsächlich schon einchecken und ich kann dankbarerweise noch mal 2,5 Stunden schlafen.
Dann mache ich mich auf den Weg, die Stadt zu erkunden. Wir befinden uns auf 3.400 m über dem Meeresspiegel, daher ist die Luft etwas knapper und alles etwas anstrengender als gewohnt. Aber zum Glück habe ich keinerlei Symptome wie Kopfschmerzen oder Übelkeit.
Das Hotel liegt ganz in der Nähe des Plaza de Armas und somit des historischen Zentrums der Stadt. Schnell wird mir klar, dass Cuzco eine Oase ist für alle, die gerne essen und trinken sowie shoppen.
Es gibt reichlich Cafés und Restaurants, die alle einen sehr gepflegten Eindruck machen, nicht teuer sind (für europäische Verhältnisse) und gute Bewertungen online haben. Für nur 4 € bekomme ich ein Smashed-Avocado-Brot mit pochiertem Ei zum Frühstück! Außerdem gibt es unzählige Geschäfte, die Alpaka-Kleidung verkaufen. Leider sind diese trotz der Sale-Angebote aktuell nicht in meinem Budgetrahmen. Doch ich finde in einem kleinen Shop eine Mütze und ein paar Handschuhe, die ich mir gönne. Natürlich alles in peruanischem Design :)
Die Sonne scheint prall und obwohl wir in so großer Höhe sind und es Regenzeit ist, ist es so heiß, dass ich in meinem Longsleeve schwitze. Auf dem Plaza Mayor höre ich plötzlich Musik. Verkleidete Gruppen treten am Brunnen auf, während eine kleine Kapelle mit Gitarre und Flöte peruanische Musik dazu spielt. Eine Frau schmeißt den Tänzern Böller zwischen die Füße, was ich erst mal befremdlich finde. Aber scheinbar macht man das hier so, wie ich über die Zeit feststelle. Überhaupt stelle ich fest, dass hier jeden Tag mit einem Festzug in der Innenstadt gefeiert wird – jedes Mal zum Ehrentag irgendeiner anderen Heiligen. Wunderschön anzusehen ist es allemal.
Mein Weg führt mich nach San Blas – ein Stadtteil in Cuzco, der recht weit oben am Berg gelegen ist. Cuzco ist eine hügelige Stadt, deshalb geht es ständig bergauf und bergab. Die tollen Blicke, die ich mir hier erhoffe, muss ich mir also erst mal hart erarbeiten. Aber in der Tat lohnt es sich. Vom Mirador San Blas habe ich nicht nur einen Traumblick auf die Stadt, sondern die Gegend als solche ist ganz zauberhaft. Die Straßen sind liebevoll dekoriert: Entweder mit Streetart bzw. Wandmalerei oder aber mit Blumentöpfen und Geranien, die die weiß gestrichenen Wände zieren. Die Häuser sind in der Regel nur zweistöckig, wodurch alles sehr gemütlich und persönlich wirkt. Die Dächer sind mit beigen Dachziegeln gedeckt, was eine warme Atmosphäre schafft.
Nachdem ich in Ruhe einen Kaffee mit Ausblick genieße, geht es die enge, voll bemalte kleine Straße entlang und weiter zum Mirador San Cristóbal. Die Sonne strahlt und es macht Spaß, einfach bummeln zu gehen, ohne genaues Ziel. Langsam, aber sicher mache ich mich wieder auf den Weg bergab zum Plaza Mayor zurück in meine Unterkunft für eine kleine Pause.
Abends gehe ich in ein winziges italienisches Restaurant – La Osteria –, wo der Kellner besser ist, als mir lieb ist. Er macht mir den Maracuja Pisco Sour schmackhaft. Er schmeckt auch wirklich köstlich, doch mit der noch ungewohnten Höhe führt er nach einer Weile dazu, dass ich Sternchen sehe, Klingeln in den Ohren habe und mich kurz auf den Boden des Restaurants setzen muss, weil ich Sorge habe umzufallen. Kickt auf jeden Fall auf der Höhe, der Alkohol.
Beginn meiner Sprachschule
Am Sonntag geht es dann zum Einstufungstest in die Sprachschule Máximo Nivel. Schließlich möchte ich nächste Woche mein Spanisch aufpolieren, damit ich für die nächsten Wochen hier gewappnet bin. Tatsächlich werde ich in Intermediate 2 eingestuft (juchu) und mein Stundenplan besagt, dass ich die nächste Woche 4 Stunden Einzelunterricht pro Tag bekomme. Dann ziehe ich zu meiner Gastfamilie. Ich dachte mir, für die volle Immersion wird das ein schönes Erlebnis. Gloria und Juan José – zwei Geschwister – nehmen mich herzlich in Empfang und ich treffe meine Mitbewohner Eleonor und Sam aus Australien sowie „Single“ aus Hongkong und John aus Amerika. Wir wohnen etwas außerhalb vom Stadtkern, wo es erlaubt ist, mehrstöckige Häuser zu bauen, und da der Familie scheinbar das ganze fünfstöckige Gebäude gehört, wohnen wir zu fünft in unserer eigenen Wohnung. Frühstück und Abendessen essen wir alle gemeinsam, tagsüber macht jeder sein Ding.
Die kommende Woche ist gefüllt von intensivem Spanischunterricht. Auch wenn ich nur von 11 Uhr bis 16 Uhr Schule habe, bin ich doch überrascht, wie sehr mich der Unterricht anstrengt. Ich bin es halt doch nicht mehr gewohnt, die Schulbank zu drücken. Meine Vormittagslehrerin Daisy legt ihren Fokus auf Unterhaltung. Pamela, meine Nachmittagslehrerin, legt Wert darauf, dass wir die ganze Grammatik wiederholen. Eine gute Mischung und ich habe den Eindruck, dass ich in der Woche gute Fortschritte mache.
Die Schule organisiert auch außerschulische Programme. Zum Beispiel nehme ich an einem Kochkurs teil. Der findet in der einstündigen Mittagspause statt, was eindeutig knapp bemessen ist. Mit rund 12 Schülern in die kleine Küche gequetscht, bereiten wir im Schweinsgalopp Causa vor. Ein Gericht, bei dem Kartoffelbrei mit Mayonnaise und pürierter gelber Paprika vermengt wird. Wie eine Lasagne wird es dann in eine Auflaufform geschichtet. In die Mitte kommt eine überwältigende Menge an Avocado :D sowie Hühnchen-Mayo-Salat. Dann wird wieder alles mit Kartoffel abgedeckt und zur Zierde kommen noch schwarze Oliven und gekochte Eier obendrauf. Das muss ich mir für zu Hause merken.
Außerdem nehme ich am Speed-Tandem teil. Dabei sitzen auf einer Seite die ganzen Ausländer (wie ich) und auf der anderen Seite die Peruaner. Máximo Nivel ist nämlich primär eine Englisch-Sprachschule. Es gibt rund 2.000 peruanische Schüler und knapp 100 Internationale, die wiederum Spanisch lernen. Mit seinem Partner gegenüber spricht man zunächst 5 Minuten auf Englisch, dann 5 Minuten auf Spanisch. Dann wird der Sitzplatz rotiert. Es macht Spaß, doch gleichzeitig ist es auch verdammt anstrengend, jedes Mal wieder von Neuem 10 Minuten Gesprächsmaterial herzuzaubern. Eigentlich dachte ich, dass wir danach alle noch etwas essen gehen, deshalb hatte ich das Dinner in meinem Homestay abgesagt, doch die Peruaner haben anschließend Unterricht; also verziehe ich mich mit einer Avocado, die ich mir auf dem San-Pedro-Markt gekauft habe, und Ritz-Crackern nach Hause in mein Zimmer und schaue mir Netflix an.
An einem Fotografie-Kurs habe ich auch noch teilgenommen, wobei das mehr ein Stadtspaziergang zum San-Pedro-Markt war. Auch schön, aber eben eher weniger Fokus auf Fotografie. Hier versucht man mich zu beklauen, doch da ich mein winziges Portemonnaie per Karabinerhaken gesichert habe, glückt es ihnen nicht. Wie an so vielen Tagen in dieser Woche regnet es ausgiebig und ich bin komplett durchnässt, bis ich wieder zu Hause ankomme. „Regenzeit“ ist hier wirklich Regenzeit und nicht nur ab und an mal ein Schauer für eine Stunde. Aber man weiß halt nie, wann es einen trifft. Tagtäglich habe ich vom T-Shirt bis zur Daunen- und Regenjacke alles dabei und brauche es auch tatsächlich jeden Tag alles.
Nach dem Unterricht bin ich meist zu K. o., um noch groß etwas zu unternehmen. Doch da meine Gastfamilie etwas außerhalb ist, möchte ich die Zeit in der Stadt nutzen und nehme mich der Mission an, sämtliche Cafés zu testen. Denn in Cuzco gibt es hervorragende Süßspeisen. Mein Lieblingsort in dieser Woche ist The Misky Factory. Die Törtchen sehen aus wie aus der ersten Konfiserie in Paris und schmecken tatsächlich auch köstlich. Nicht wie in Chamonix-Mont-Blanc, wo es zwar toll aussah und auch gut gekostet hat, aber dann leider nach wenig geschmeckt hat. Ich kann noch die Cercanería empfehlen sowie Qura, wo es die beste heiße Schokolade gibt, die ich seit Langem genossen habe. Kein Wunder, es werden auch drei Esslöffel Schokolade in das Glas geschmolzen. Auch Qusco Maki probiere ich, weil sie wahre Kaffeekunst in die Tasse zaubern. Nur von den Teilchen nimmt man besser Abstand. Sie machen für einen Tag satt, aber besonders lecker sind sie nicht.
Um mich auch kulturell zu bilden, schaue ich mir noch Qorikancha an – den Sonnentempel, der dem Sonnengott Inti gewidmet war. Es war eines der bedeutendsten Heiligtümer im Inkareich, bevor die Spanier kamen, es abgerissen haben und auf die stabilen Inka-Mauern das koloniale Kloster Santo Domingo erbaut haben. Hier bereue ich es, keinen Tourguide zu haben. Alleine unterwegs zu sein, gibt einem sicherlich viel Flexibilität, aber man darf nicht lesefaul wie ich sein, sonst entgeht einem einiges, was den kulturellen Hintergrund und die Geschichte der Stadt angeht. Was ich aber aus dem Besuch mitnehme, ist, dass die Wände einst mit Gold bedeckt waren, dass hier die mörtellose, zickzack-gemeißelte Inka-Architektur wundervoll zu sehen ist und dass die Inka „dunkle Sternenbilder“ (dunkle Flecken in der Milchstraße) als Tiere interpretiert haben.
Rainbow Mountain Tour
Nach einer Woche ist mein Spanischkurs vorbei und ich ziehe bei Gloria und Juan-José aus und stattdessen in ein Airbnb in San Blas. Eine der Hauptsehenswürdigkeiten von Cuzco aus ist der Rainbow Mountain – ein rund 5.000 m hoher Berg, der aus bunten Erden besteht, die durch Kupfer, Eisen und Sulfat gefärbt sind. Rainbow Mountain ist erst seit knapp 10 Jahren eine Sehenswürdigkeit. Denn eigentlich war es einst ein Gletscher, bis dann der Klimawandel sein Übriges getan hat und den Berg freigelegt hat.
Da am Montag meine Inca-Trail-Tour losgeht, ist Sonntag meine einzige Chance, diesen Tagesausflug zu machen. Da wir uns in der Off-Season befinden, bekomme ich einen guten Deal und buche für 36 USD statt 50 USD die Tour mit Rainbow Mountain Tours. Sie schmücken sich damit, dass sie früh die Ersten am Berg sind, bevor die Massen kommen. Was aber im Umkehrschluss leider bedeutet, dass mein Wecker um 2:40 Uhr klingelt, da mein Pickup-Fenster zwischen 3:00 Uhr und 3:30 Uhr liegt. Erst als ich im Halbschlaf mit vollgepacktem Rucksack zum Treffpunkt in meiner engen Gasse laufe, merke ich, dass es in Strömen gießt. Da ich zu dem Zeitpunkt aber noch denke, dass ich sicher gleich abgeholt werde, gehe ich nicht mehr zurück zur Wohnung, sondern quetsche mich unter den Vorsprung einer winzigen, vertieften Eingangstür. Tja, leider stehe ich hier dann 30 Minuten, da ich als Letzte aus der Gruppe abgeholt werde. Eiskalt und schlecht gelaunt starte ich in die Tour.
Nach 1,5 Stunden Fahrt kommen wir bei unserem Frühstücksstopp an. Das Buffet ist besser als erwartet. Die allgemeine Stimmung ist eher schweigsam, da alle müde sind. Dann geht es noch mal 1,5 Stunden weiter über kurvige Straßen in die Berge. Nun sind wir am Ausgangspunkt unserer Wanderung. Auf knapp 4.500 m starten wir mitten im Nebel und laufen ca. 1,5–2 Stunden den Weg zum Berg hinauf. Ich bin ziemlich geschockt, wie sehr mich der Weg anstrengt. Mein Selbstbild ist, dass ich topfit bin und optimal akklimatisiert bin nach neun Tagen in Cuzco. Doch ich keuche mit am lautesten, während wir uns mühevoll den Berg hochrobben.
Oben angekommen stehen wir dann mitten im Nebel. Der Rainbow Mountain liegt vor uns, doch viel mehr als eine Silhouette kann ich nicht erkennen. Es ist eiskalt und zu allem Überfluss fängt es nun auch noch zu schneien an. Dick eingehüllt in alle Lagen an Jacken, die ich besitze, bin ich immer noch am Frieren. Zu diesem Zeitpunkt ist meine Stimmung überraschend gut. Es sind ein paar liebevoll dekorierte Lamas mit ihren Besitzern hier oben, die sich über ein kleines Trinkgeld freuen, wenn man Fotos mit ihren Tieren macht. Das Angebot nehme ich dankend an und mache drei Fotosessions mit verschiedenen Lama-Pärchen. Der Rainbow Mountain gehört übrigens einer Local Community, wodurch die Leute wenig kommerziell orientiert sind, was dem Ganzen einen charmanten Touch gibt. Irgendwie ist die ganze Situation witzig. Bin ich wirklich mitten in der Nacht aufgestanden und quer durchs Land gefahren, um nun ein Lama-Shooting zu machen? An dem Wetter lässt sich nun mal nichts ändern.
Wir probieren es dann noch mal am Red Valley. Das Red Valley liegt in der direkten Umgebung (fußläufig) und ist deutlich größer als der Rainbow Mountain und, wie der Name schon sagt, primär rot. Einige sagen, es wäre sogar schöner als der Rainbow Mountain! Wir hatten die Hoffnung, dass die Wolken vielleicht an diesem Tal vorübergezogen sind. Doch auch hier haben wir kein Glück. Vor uns liegt eine weiße Nebelwand und so sparen wir uns die Zusatz-Eintrittsgebühr von 30 Soles und ziehen mehr oder weniger unverrichteter Dinge von dannen.
In den letzten 30 Minuten unseres Abstieges passiert dann das für unmöglich Geglaubte: Die Wolken lichten sich und es kommen die Sonne und etwas blauer Himmel raus. Das ist der Moment, wo bei mir die Stimmung kippt. Wir bekommen so zwar immerhin ein paar traumschöne Blicke in das umliegende Tal, die wir beim Aufstieg alle nicht sehen konnten, aber der Blick auf den Rainbow Mountain und das Red Valley wäre mir jetzt lieber. Wir waren 1,5 Stunden zu früh dran! Doch nun können wir nicht mehr zurück. Der Weg wäre zu weit. Also steigen wir in den Van und fahren mit einem Stopp zum Mittagessen wieder zurück nach Cuzco.
Bis das Wetter umgeschwungen ist, fand ich es insgesamt noch einen lustigen Ausflug. Doch nun bin ich vollkommen frustriert. Todmüde kommen wir um 14:30 Uhr wieder in Cuzco an. Ich bin durchgefroren und will mir zum Trost ein Törtchen in meiner Lieblingskonditorei holen. Doch die hat zu allem Übel nun auch noch geschlossen. Der Tag ist dahin! Ich verkrieche mich in mein Airbnb, schalte die Gasheizung an und schaue mir bedeutungslose Serien auf dem YouTube-Account eines Vorbesuchers an, der vergessen hat, sich auszuloggen.
Das Sacred Valley
Heute startet die Tour für den Inca Trail. Eigentlich war bereits gestern der Kick-off mit Welcome Meeting um 15:30 Uhr. Doch es gab riesengroßes Chaos mit G Adventures, weshalb das Welcome Meeting erst verschoben und letztlich abgesagt wurde. Ein verlorener Tag – was mich extrem geärgert hat! Zudem hat auch schlichtweg das Briefing für die Reise gefehlt, was, abgesehen von den wichtigen Infos, die man VOR der Tour haben sollte, auch immer eine schöne Einstimmung ist auf das Abenteuer, das vor einem liegt.
Bevor es zum Inca Trail geht, machen wir heute noch eine Tour durch das Sacred Valley. Warum es so heißt, ist umstritten. Aber die gängigste Interpretation ist, dass es von zentraler Bedeutung für die Inka war aufgrund seines landwirtschaftlichen Reichtums. Dieser wiederum ist dem Urubamba-Fluss zu verdanken, der als Quelle des Lebens verehrt wurde. Abgesehen davon, dass das Sacred Valley die Kornkammer Cuzcos war, war das Tal auch von spiritueller Bedeutung für die Inka und wurde für zeremonielle Zwecke genutzt.
Auf dem Weg nach Ollantaytambo, wo wir heute übernachten werden, besuchen wir drei Planeterra-Projekte. Das erste ist eine Weberei, die von den Frauen des Dorfes Ccaccaccollo betrieben wird. Wir dürfen zu Beginn erst mal die Lamas und Alpakas füttern – was natürlich sofort mein persönliches Highlight ist. Anschließend bekommen wir eine Vorstellung, wo uns die Damen die Unterschiede in den verschiedenen Wollen zeigen: von Schaf über Lama, Alpaka bis hin zu Vikunja. Außerdem zeigen sie uns, wie sie aus natürlichen Materialien wie z. B. Blumen oder Mineralien verschiedene Farben zum Färben der Wolle herstellen. Die Vorstellung ist wirklich schön gemacht und natürlich kann ich am Ende nicht anders, als beim hauseigenen Shop kräftig zuzuschlagen.
Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, nichts zu kaufen, was ich nicht auch zu Hause anziehen kann. Aber die handgestrickten Pullover sind mit so viel Liebe gemacht, dass ich nicht anders kann, als gefühlte 20 Pullis anzuprobieren und auf Biegen und Brechen einen zu finden, der größentechnisch passt. Es gibt kein Vorne und kein Hinten, keine Markenlabels und die eingestrickten Lamas sitzen nicht ganz optimal auf dem Brustkorb. Ich hätte auch lieber Beige als Grau als Basisfarbe gehabt. Aber das ist mir jetzt egal. Ich finde den Pullover wunderschön. Außerdem ist er warm und man kann ja wohl auch mal Pullis für zu Hause kaufen und nicht nur für die Öffentlichkeit. Zwei Mützen nehme ich auch noch mit.
Danach geht es zu einer Töpferei in Pisac. Hier lernen wir zunächst, wie die Leute vor Ort Häuser bauen. Der lehmhaltige Boden wird mit den Füßen mit Stroh vermengt und dann in Formen gekippt. Die geformten Backsteine müssen dann einen knappen Monat in der Sonne trocknen und werden dann zu Häusern verbaut. Außerdem sehen wir, wie mit handgefertigten Passivformen kleine Figuren, z. B. für Schach, gefertigt werden und anschließend von Hand liebevoll verziert werden. Ich nehme mir einen kleinen Stier mit. Die werden hier überall auf die Dächer der Häuser und manchmal auf die Pforten gesetzt, damit sie das Haus beschützen. Auch wenn ich schwer mit der Lama-Kaffeetasse geliebäugelt habe, meldet sich dann doch die Vernunft, dass ich diese wohl kaum heil nach Hause bringen werde. Also beschränke ich mich auf ein Schnapsglas, was leichter und handlicher ist.
Der nächste Stopp ist ein Community Restaurant. Wir werden festlich bewirtet mit Causa und Trucha und natürlich gönne ich mir noch eine Chicha Morada – ein Softgetränk aus lila Mais, der mit Zimt und Nelken verarbeitet wird und dadurch wie kalter Glühwein schmeckt. Köstlich!
Nachmittags kommen wir in Ollantaytambo an. Es ist schon zu spät, um noch die Inka-Stätten zu besuchen. Doch auch vom Tal aus betrachtet ist es ziemlich eindrucksvoll. Besonders in Erinnerung wird mir das Kanalsystem bleiben: Durch die ganze Stadt hindurch sind mit Steinen Rinnen angelegt worden, die sehr sauber gehalten sind und sehr hübsch das Wasser der Berge in den Fluss ableiten.
Unser Hotel Inka Paradise ist nicht ganz so paradiesisch, wie es klingt. Aber sie haben einen wundervollen kleinen Garten, der so viele unterschiedliche Blumen hat, dass zahlreiche Kolibris hier herumfliegen. So vollkommen frei habe ich sie noch nie gesehen. Kein „Bird Feeden“ mit Honig oder Sirup. Einfach in der freien Natur.
Der Inca Trail
Tag 1 – Warmwerden mit Hindernissen
Der Tag beginnt mal wieder mit reichlich Regen – so langsam habe ich mich daran sattgesehen! Dann kommt unser Bus mit weiteren 9 Mitreisenden, die die Tour ohne das Heilige Tal gebucht haben. Insgesamt sind wir nun also zu vierzehnt.
Wir fahren von Ollantaytambo aus in die Berge rein zum Startpunkt des Inca Trails (KM 82). An der Eingangspforte zum Nationalpark empfangen uns unsere Porter und befüllen unsere Dufflebags mit der Leihausrüstung. Wir dürfen nur ein absolutes Minimum an Gepäck mitnehmen: 6 kg (inklusive Schlafsack und Matratze). Im Grunde bedeutet das, dass wir nur 2,5 kg tatsächliches Gepäck bzw. Klamotten und Necessaires dabei haben dürfen. Außerdem gibt es noch eine Tüte voll mit Snacks für die nächsten drei Tage. Die müssen aber in den Tagesrucksack! Mein Rucksack ist leider eh schon tonnenschwer, daher freue ich mich nur bedingt über die schweren Bananen und sonstigen Fressalien. Aber es ist gut gemeint und wird gut zum Einsatz kommen.
Dann geht es über eine wackelige Hängebrücke über den Fluss und auf den „one and only“ Inca Trail.
Das Höhenprofil für heute ist ziemlich flach. Wir werden über den Tag hinweg nur knapp 350 Höhenmeter aufsteigen und 11 km laufen. Dafür, dass es sich so einfach anhört, ist es aber ganz schön schwer! Das Tempo der Gruppe bzw. das des Tourguides ist sehr schnell und ich bin kräftig am Keuchen und am Ende der Gruppe. Das gefällt mir gar nicht! Ich zweifle an mir selber! Habe ich in den letzten Monaten so krass an Fitness abgebaut? Bin ich alt? Kommt mein Körper etwa nicht mit der Höhe klar, und das, obwohl ich doch von allen hier am längsten Zeit hatte, mich zu akklimatisieren?
Ich möchte nicht lügen. Ich bin ziemlich pissed off. Das Tempo ist mir zu schnell, ich habe zu wenig geschlafen, die Ärgernisse von dem nicht vorhandenen Welcome-Tag habe ich immer noch nicht weggesteckt, ich bin verunsichert, wie die nächsten Tage werden, und ich hadere mit dem ständig wiederkehrenden Regen. Und dann wollen die Leute auch noch Konversation mit mir machen! Dabei möchte ich gerade einfach nur schweigend wandern. Mimimimi…
Der erste Stopp ist an einem schönen Lookout mit richtiger Wiese, Terrasse und kleiner Wirtschaft. Highlight ist, dass hier ein Stall mit süßen Meerschweinchen steht. Die werden in Peru allerdings nur bedingt als Haustiere und eher als Abendessen gehalten. Auch einen aufgeweckten Labrador gibt es, der, wie sich später herausstellt, überhaupt nicht zur Familie dieses Cafés gehört. Er ist irgendwann zugelaufen und legt tatsächlich fast die ganze Tagesetappe mit uns zurück!
In Tarayoc gibt es Lunch. Wir kommen bei strömendem Regen an. Zum Glück ist das Zelt trocken und wir werden mit einem Vier-Gänge-Menü verköstigt. Nachdem für 5 Minuten die pralle Sonne rauskommt, geht es weiter mit dem Regen. Ein Wechselbad der Gefühle! Nachmittags um 15:30 Uhr landen wir in unserem ersten Camp in Wayllabamba. Wir campen auf dem Grundstück einer Familie, direkt neben einer Inka-Ruine, von der aus man einen atemberaubenden Blick ins Tal hat. Hier sitze ich mit ein paar anderen am Nachmittag und spiele Karten. Ein schöner Abschluss nach einem durchwachsenen Tag!
Die Campingplätze sind hier breit verteilt, weshalb sich die Gruppen gar nicht sehen und man das Gefühl hat, alleine unterwegs zu sein. Das gefällt mir sehr gut. Was mir ebenfalls sehr gut gefällt, ist, dass wir eine ungerade Anzahl an Damen haben und ich somit ein Einzelzelt für die Tour bekomme. Juchu! Man muss auch mal Glück haben! Der Campingplatz ist richtig gut gepflegt und wir haben fest installierte Toiletten und ein Häuschen zum Abendessen mit Strom und es gibt WLAN zu kaufen! Purer Luxus. Zumal wir auch schon auf ca. 3.150 m sind.
Tag 2 – Der qualvolle Aufstieg zum Dead Woman’s Pass
Um 5:00 Uhr werden wir geweckt, um 5:40 Uhr gibt es Frühstück. Während wir Brot und Omelettröllchen essen, packen die Porter schon alle Zelte zusammen und brechen teilweise auf. Um ca. 7:20 Uhr starten wir mit der Wanderung. In der Regel überholen uns die Küchen-Porter mit ihren 20 kg Gepäck und bis wir im nächsten Camp ankommen, sind alle Zelte schon wieder aufgebaut und die nächste Mahlzeit steht schon auf dem Herd.
Heute wird der anstrengendste Tag des Inca Trails, wenn man auf das Höhenprofil schaut. Wir müssen rund 1.300 m aufsteigen bis zum Dead Woman’s Pass (4.215 m) und dann wieder rund 600 m absteigen ins zweite Camp. Immerhin bin ich heute mental darauf eingestellt, dass es schlimm wird. Das hilft! Dann kann man nicht negativ überrascht werden.
In der Tat gefällt mir der heutige Tag viel besser als der gestrige. Ja, es ist anstrengend und 80 % des Tages bestehen aus nicht enden wollendem Treppensteigen. Aber zumindest bis zum zweiten Pausenpunkt hält das Wetter sehr gut und mein Körperklima fühlt sich viel besser an, da ich mich heute für weniger Lagen an Jacken entschieden habe. Der wohl wichtigste Aspekt ist aber, dass die Tourguides heute nicht das Tempo vorgeben. Zusammen mit Tara, Steve und Maddie bilde ich eine kleine Subgruppe und wir gehen langsam, aber super konstant unseren Weg und sind damit deutlich vor der Zielzeit dran. Ich bin Pacemaker ;) Unsere Trinkpausen halten wir recht kurz, damit wir nicht kalt werden.
Die erste richtige Pause (zweiter Pausenpunkt) ist in Llulluchapampa. Hier ist die letzte Möglichkeit, Snacks und Getränke zu kaufen bis Machu Picchu – bei drei Damen, die ein beeindruckendes Portfolio an Lebensmitteln den Berg hochgeschleppt haben! Hier fängt es leicht mit dem Regnen an, also zieht unsere Vierergruppe bald wieder weiter. Es geht durch wunderschönen tropischen Wald. Irgendwann geht es wieder am Bergrand entlang und vor uns sehen wir schon den Dead Woman’s Pass. So nah und doch so fern. Bei den Höhenmetern, auf denen wir uns befinden, dauert es einfach gefühlte Jahrhunderte, bis wir oben ankommen. Es fängt natürlich auch noch in Strömen das Regnen an und ich muss zusätzlich zu meiner Regenjacke und dem Backpack-Cover noch den Regenponcho umlegen. Kalt ist es auch.
Als wir oben ankommen, bin ich unendlich stolz! Wir haben es in Rekordzeit hier hochgeschafft! Es regnet immer noch und der Blick ist sicher nicht so atemberaubend, wie er es ohne die Wolken wäre. Wir verbringen auch nicht so viel Zeit hier oben, wie wir es bei Gutwetterverhältnissen tun würden. Aber ein toller Moment ist es trotzdem und so ist es mir beinahe egal, dass meine Finger blau vor Kälte sind.
Dann heißt es Abstieg! Es geht extrem steil auf der anderen Seite des Passes ins Tal hinunter. Vielleicht ist es Einbildung, aber mir kommt die Landschaft hier irgendwie anders vor. Als wären wir gerade durch eine magische Pforte ins Hobbitland gestiegen. Ab jetzt ist unsere Stimmung eine ganz andere. Wir sind total happy über unsere Leistung und können uns wieder unterhalten, da wir wieder genug Luft kriegen und nicht mehr keuchen müssen. Der Regen verzieht sich auch und es kommt sogar etwas die Sonne raus. Beim Abstieg sehen wir einen wundervollen Wasserfall, der sich aus einem See oben am Berg speist. Leider können wir den See aber nicht sehen.
In einer wolkenfreien Minute können wir unten im Tal schon das Camp in Pacaymayo sehen. Es ist noch ewig weit weg. Wir gönnen uns auf dem Abschnitt ein paar mehr kleine Pausen und unser Tempo hat noch mal angezogen. So kommen wir um punkt 12 Uhr mittags im Camp an. Zielzeit war 13:00–13:30 Uhr! Damit sind alle Selbstzweifel bei mir wie verflogen.
Während wir auf die anderen warten, kommt noch mal die Sonne so stark raus, dass ich die Sonnencreme auspacke und voller Freude eigentlich meine verdreckten Hosenbeine auswaschen will. Aber nein, da kommt schon der nächste Schauer und diesmal ist er gekommen, um zu bleiben. Stundenlang sitzen wir in unseren Zelten und hoffen, dass er vorüberzieht. Eine kurze Pause gibt es, die wir für eine Vorstellungsrunde mit den Portern nutzen. Es sind knapp 28 (inkl. Köchen), die uns 14 Leute auf der Tour begleiten.
Das Camp ist diesmal nicht mehr auf einem Privatgrundstück, sondern in einer Zone, die vom Park gestellt wird. Dadurch sind die Campingplätze nun auch deutlich näher beieinander und wir sehen noch andere Gruppen, was aber nicht groß stört. Es sind jedenfalls deutlich weniger Camps um uns herum, als es am Kilimandscharo der Fall war. Links und rechts von unserem Platz rauschen mächtige Flüsse entlang. Auch hier gibt es wieder gemauerte Toilettenanlagen. Diese sind aber 8 Minuten Fußweg bergauf entfernt, weswegen wir zumindest für die Nacht noch zusätzlich ein kleines Camping-Klozelt bekommen.
Tag 3 – Ein Feuerwerk der Inka-Stätten
Auch die ganze Nacht über schüttet es nonstop. Erst um 4:30 Uhr hört es auf. Die Geräuschkulisse ist eine perfekte Ergänzung zum rauschenden Fluss direkt neben mir. Viel Schlaf bekomme ich nicht! Und meine Stimmung ist deutlich getrübt, da ich Machu Picchu innerlich langsam im Regen untergehen sehe. Ich wäre todtraurig, wenn ich nach all den Strapazen nichts als Wolken sehen würde. Schon zwei Leute haben mir genau von dieser Erfahrung erzählt und ich fürchte, die Nächste zu sein.
Nachdem wir Pfannkuchen mit unserem Namen in Dulce de Leche geschrieben zum Frühstück bekommen haben, brechen wir in gewohnter Routine früh auf und haben heute gleich vier Inka-Stätten auf dem Programm. Es wird auch der längste Tag von allen mit rund 16 km Strecke, 500 m Aufstieg und 1.500 m Abstieg! Wobei einige am Ende des Tages tatsächlich 22 km auf ihren Uhren gemessen haben…
Zunächst geht es erst mal bergauf zu unserer ersten Inka-Stätte: Runcuracay. Von hier aus hat man einen tollen Blick ins Tal hinein. Da sich die Wolken lichten, sehen wir nun auch, dass es nicht nur ein Wasserfall ist, an dem wir gestern vorbeigegangen sind, sondern gleich drei! Bzw. ein und derselbe Fluss (kommend aus dem See), der an drei verschiedenen Ebenen des Berges bricht. Außerdem sehen wir von hier aus den Dead Woman’s Pass. Aus der Entfernung kann man ihn verschieden interpretieren: Einerseits sieht er aus wie eine riesengroße weibliche Brust. Wenn man noch mal hinschaut, könnte es aber auch eine liegende schwangere Frau mit gewölbtem Bauchnabel sein. Das ist zumindest die offizielle Interpretation des Passes. Warum genau die Frau tot sein muss, weiß ich nicht. Der Tourguide schiebt es auf Marketingzwecke :D
Runcuracay als solches war wohl ehemals eine Raststätte und ein Militäraussichtspunkt, von dem aus auch Boten gesichtet werden konnten. Er liegt auf knapp 3.950 m und ist rund angelegt.
Dann geht es weiter bergauf zu einem See, der schön in der Sonne funkelt. Schwimmen würde ich hier jedoch nicht wollen, dafür ist er zu grün. Aber die Umgebung scheint rundum gesund zu sein, da hier tatsächlich Edelweiß blüht! Das habe ich bisher nur in der Schweiz und in der Mongolei gesehen. Der Tourguide versteht nicht so recht, warum ich so euphorisch bin. Als er aus Versehen auf eine Pflanze drauftritt, bekomme ich einen kleinen Herzinfarkt – schließlich ist Edelweiß vom Aussterben bedroht! Aber hey, not my country, not my business.
Dann geht es weiter bergauf zu unserem ersten Rastpunkt – dem Runkurakay-Pass. Von hier aus kann man noch mal die Extrameile gehen und den Berg nebenan hochklettern. Eigentlich war ich nur auf der Suche nach einem stillen Örtchen mit Aussicht. Doch der Aufstieg lohnt sich auch darüber hinaus! Der Blick ist umwerfend. Man kann links und rechts in beide Täler schauen und ich komme mir vor, als stünde ich auf dem Dach der Welt.
Danach geht es bergab und zur zweiten Sehenswürdigkeit: Sayacmarca. Es übersetzt sich in „Unzugängliche Stadt“, was wohl daran liegt, dass sie eine recht dramatische Lage hat. Sayacmarca liegt nämlich an einem Steilhang am Berg und man muss eine anstrengende Treppe aufsteigen, um dorthin zu kommen. Doch es lohnt sich! Die Inka-Stätte ist sehr gut erhalten und bietet einen beeindruckenden Blick auf das Aobamba-Tal. Abgesehen davon ist sie labyrinthartig angelegt und hat neben Wohnräumen auch Brunnen und gewölbte Mauern. Abgesehen von Machu Picchu ist es meine lieblingsarchäologische Fundstätte. Was bestimmt auch daran liegt, dass ich sie mehr oder weniger für mich alleine habe. Erst ist noch unsere Gruppe dort, doch ich warte ab, bis sie sich auf den Rückweg gemacht haben, und dann mache ich eine ausgiebige Fotosession, ganz in Ruhe. Früher wurde Sayacmarca wohl als Raststätte für die Adligen genutzt. Andere Thesen besagen, dass es eine religiöse Stätte war. Und wiederum andere sagen, es war ein weiterer strategischer Militärstützpunkt.
Ich bin richtig glücklich, dass wir heute mal gutes Wetter haben, und voller Freude cremen ich und meine Mitreisenden uns mit reichlich Sonnencreme beim nächsten Pausenpunkt ein. Die Sonne brennt richtig. Außerdem soll jetzt der „most instagrammable“ Abschnitt des Inca Trails kommen: mit tollen Ausblicken, Regen- und Wolkenwald. Aber zu früh gefreut! Mein Fotografenherz freut sich. Kaum ist die Sonnencreme weggepackt, kommen dicke Wolken auf und kurz danach fängt es in Strömen das Regnen an. Meine Stimmung kippt!
Wir sehen nichts! Lediglich, dass es neben dem Wanderweg steil bergab ins Nichts geht. Mit Sicherheitsabsperrungen haben sie es hier nicht so. Ist mir in dem Moment aber auch vollkommen egal, weil ich mich schwarzärgere über die verpassten Aussichten. Klatschnass und mit getrübter Stimmung kehren wir zum Mittagessen in Phuyupatamarca ein. Unser Kochteam will noch mal alles rausreißen und verwöhnt uns mit einem Feuerwerk an Köstlichkeiten, und sogar eine Torte gibt es zum Nachtisch. Wie sie die ohne Backofen gemacht haben, ist mir ein Rätsel. Es regnet so sehr, dass sich an den Rändern des Zeltdaches das Wasser sammelt und wie eine Wasserblase den Mitreisenden wortwörtlich im Nacken sitzt.
Durch den Nebel und die Regenwolken geht es weiter hinunter, in den Regenwald hinein. Thematisch passt es nun wenigstens, dass es ständig regnet. Meine Kamera habe ich schon lange weggepackt, aber ich versuche mit meinem verschmierten Handy einige Fotos zu machen, woraus das Subklima hervorgeht. Schön ist es schon! Und es geht u. a. auch durch zwei kleine Höhlen hindurch – also schön abenteuerlich gemacht. Angeblich ist dieser Teil des Inka-Trails Vorlage für Indiana Jones gewesen!
Wir erreichen die Inka-Stätte Phuyupatamarca (gleicher Name wie unser Lunch-Spot) auf knapp 3.600 m. Sie ist wie ein runder Turm angelegt, bietet normalerweise tolle Ausblicke auf das Urubamba-Tal und zeichnet sich durch ihre rituellen Bäder aus, die scheinbar gerne von den Priestern in Anspruch genommen wurden. Aufgrund des Regens machen wir hier jedoch nur einen kurzen Boxenstopp.
Es geht weiter in den Nebelwald bzw Cloud Forest, bis wir irgendwann die vierte und letzte Inka-Stätte des heutigen Tages erreichen: Intipata. Noch als wir auf die großzügig angelegte Terrasse einlaufen, macht der Nebelwald seinem Namen alle Ehre und wir können nur mit Mühe die Silhouette des Flusses sehen. Doch wie von magischer Hand lichtet sich plötzlich alles und wir haben einen atemberaubenden Blick – nicht nur auf die große Inka-Stätte, sondern auch auf das gesamte Tal. Rechts können wir weiter unten am Berg schon unser Camp sehen. Der Fluss verläuft nach links um die Ecke und auf einmal wird uns bewusst, dass wir wirklich ganz nah an Machu Picchu dran sind. Genau dorthin führt der Fluss. Also quasi nur noch einmal links um die Ecke morgen früh und wir haben es geschafft.
Intipata liegt auf 2.840 m und besteht aus weitläufigen, steilen landwirtschaftlichen Terrassen, die wohl eines der Hauptanbaugebiete für die Nahrungsmittelversorgung von Machu Picchu waren. Also eine durchaus wichtige Inka-Stätte! Intipata übersetzt sich in „Ort der Sonne“ und scheint wohl vor allem bei Sonnenaufgang majestätische Blicke zu bieten. Unser Fenster ist deutlich kürzer. Nach 10 Minuten ist die Magie vorbei. Doch für diese 10 Minuten habe ich es in vollen Zügen genossen. Was für ein Glück, dass wir den Blick ins Urubamba-Tal genießen durften nach dem langen, anstrengenden Tag!
Jetzt ist es nicht mehr weit! Mit letzten Kräften kommen wir in unserem Camp in Wiñay Wayna an. Es ist recht warm und so nutzen viele die Gelegenheit, sich noch mal frisch zu machen, damit wir morgen bei Machu Picchu auch in vollem Glanz auf den Fotos erstrahlen können… abgesehen von den inzwischen ziemlich stinkenden Klamotten. Aber das riecht ja keiner auf den Fotos! Und die fettigen Haare können wir mit Mützen kaschieren ;)
Das Highlight – Tag 4 – Willkommen in Machu Picchu
Um 3:00 Uhr klingelt der Wecker. Keine Überraschung – es hat mal wieder so geregnet, dass der Dreck unter das Zeltvordach gespritzt ist und meine Wanderstiefel wie mit einer Marinade überzogen hat. Bis ich mich aufraffen kann, ins Frühstückszelt zu kommen, gibt es außer trockenem Brot nur noch Honig. Heute gibt es nur Resteessen zum Frühstück.
Dann laufen wir ca. 10 Minuten zum Eingangstor des letzten Inca-Trail-Abschnitts, wo wir bis 5:30 Uhr warten müssen, bis sie die Pforte öffnen. Der Grund, warum wir überhaupt erst so früh aufgestanden sind, ist, weil es für die Porter nur früh um 8:00 Uhr und abends um 20:00 Uhr einen Zug zurück ins Sacred Valley gibt. Alles dazwischen ist reserviert für Touristen. Damit sie nicht den ganzen Tag warten müssen, hat unser Tag also früher begonnen als sonst. Neben uns warten noch zwei weitere Gruppen.
Ich bin todmüde und friere trotz Fleece- und Daunenjacke. Doch dann öffnen sich die Pforten und die Anspannung aller wird spürbar. Es wird nicht offiziell angesprochen, aber eindeutig heißt es nun: Gas geben. Franco, unser Tourguide, marschiert im Schweinsgalopp den Weg entlang. Kaum machen wir als Gruppe auch nur 1 Minute Stopp, um ein Foto vom Tal zu machen, drücken sich schon einige aus den anderen Gruppen an uns vorbei – als wäre es ein Wettbewerb. Es ist unausgesprochene Hektik. Ich habe ja keine Ahnung, wie das Sonnentor so aussieht oder platztechnisch gestaltet ist, daher ziehe ich einfach im Tempo mit.
Auf dem Weg müssen wir auch die Monkey Steps hoch – eine besonders steile Steintreppe, auf der viele ihre Hände zur Hilfe nehmen. Hier gibt es noch ein Aussichtsplateau, das wir uns als kurzen Stopp gönnen. Dann sind es nur noch 10 Minuten.
Als Erste aus unserer Gruppe betrete ich das Sonnentor. Vor mir liegt ein in Sonne gehülltes, wolkenfreies Tal und… Machu Picchu! Wir haben es geschafft! Wir sind angekommen und das Wetter könnte nicht schöner sein. Ich bin sprachlos – der Blick ist einfach atemberaubend und nach den vielen Tagen des Regens ist auf einmal alles vergessen und es bleiben nur Glück und Freude. Über der Bergkette sehe ich sogar einen kleinen Regenbogen und ich bin fest davon überzeugt, dass es ein Gruß meiner Mutter ist.
Am Sonnentor gibt es genug Platz für alle und wir haben alle Zeit, unsere Fotos zu machen und uns zu freuen. Der Tourguide erzählt uns, dass nur 25 % der Reisenden im Januar Machu Picchu zu Gesicht bekommen wegen des Wetters. Wir haben also unglaubliches Glück! Und verhältnismäßig leer ist es eben auch.
Vom Sonnentor aus geht es noch mal rund 45 Min. einen Weg hinab, bis man wirklich bei Machu Picchu ankommt. Zu meiner großen Freude gibt es für uns „Inca-Trail-Krieger“ eine andere Aussichtsterrasse als für die Leute, die mit der Bahn hochgefahren sind. Selbstverständlich ist unser Blick der schönere ;) Das haben wir uns nach den Anstrengungen auch verdient! Auch für die Salkantay-Wanderer gibt es eine eigene Terrasse. Ich schmuggle mich kurz in deren Bereich rein, da ich einen besonders guten Fotospot von dort aus entdeckt habe.
Auch hier haben wir wieder reichlich Zeit, um den Anblick zu genießen und Fotos zu machen, bevor es erst mal aus „Camino 3“ herausgeht und in den offiziellen Eingangsbereich von Machu Picchu. Hier können wir unsere Rucksäcke abgeben und ein zweites Frühstück einnehmen, bevor wir wieder mit neuem Ticket in den Park hineingehen und unsere Führung starten.
Ich könnte alles im Detail beschreiben, doch das würde den Rahmen sprengen. Das Wichtigste ist, dass es einfach atemberaubend ist. Ich habe so viel von Machu Picchu gehört und so viele Fotos gesehen, doch es ist einfach nichts damit vergleichbar, selbst mittendrin zu stehen und die Magie dieses Ortes zu spüren. Die Mauern und Terrassen sind in super Zustand, alles ist üppig grün, es sind kaum Besucher hier. Ich stehe mitten in den Bergen. Um uns herum riesengroße Schluchten, aus denen schmale, hohe Berge nach oben ragen. Wir besuchen den rund gemauerten Sonnentempel, das vermeintliche Gemach des Inka-Königs, die Schule für alle Künste der Inka-Zeit und den „Plaza Mayor“. Besonders beeindruckt mich wieder die Architektur: Die Steine sind mit Verwinkelungen geschliffen und perfekt aufeinander abgestimmt. Es passt kein Blatt Papier dazwischen. Dadurch haben die Gebäude maximale Stabilität und halten auch den häufigen Erdbeben in der Region stand (im Gegensatz zu den Kolonialbauten der Spanier).
Man sieht übrigens bei den Besuchern sofort, wer den Inca Trail gelaufen ist und wer mit der Bahn hergefahren ist: Die Inca-Trail-Läufer sehen alle abgekämpft und leicht heruntergekommen aus. Die Bahnfahrer hingegen sind schrecklich sauber, duften nach Seife und ihr Outfit ist perfekt auf das Setting abgestimmt, damit die Fotos auch alle instagrammable sind. Mein Anspruch an mich heute ist: Solange ich auf dem Foto drauf bin, ist mein Soll erfüllt.
Der Besuch in Machu Picchu hätte nicht schöner sein können und glücklich steige ich mit den anderen in den Bus, um nach Aguas Calientes zu fahren. Auf der Fahrt hat man noch mal einen tollen Blick ins Tal und ich komme ins Gespräch mit einer superfreundlichen Argentinierin, die mit ihrer Familie in Peru Urlaub macht.
In Aguas Calientes erwartet uns die Touristenhölle. Es ist voll, laut und es gibt einen Souvenirstand nach dem anderen. Wer Geld am Automaten abheben will, muss sich auf 12 Euro Transaktionsgebühren einstellen. Unser „Abschlussrestaurant“ zum Lunch ist mitten zwischen dem rauschenden Urubamba-Fluss und den Bahngleisen gelegen, die mitten durch Aguas Calientes führen und auf denen zumindest alle 15 Min. ein Zug entlangfährt. Da die Geräuschkulisse eindeutig noch nicht komplett ist, kommt dann auch noch eine kleine peruanische Band in Ponchos mit Panflöten, kleinen Gitarren UND Boyband-Mikrofonen ins Restaurant und gibt Guantanamera und La Bamba zum Besten. Was für ein Spektakel! Ich bin begeistert :D
Bis wir um 14 Uhr zur Bahnstation gehen, um unsere Panorama-Bahnfahrt zurück nach Ollantaytambo anzutreten, läuft alles super. Doch dann ist erst mal Stillstand angesagt: Ein Waggon ist aufgrund eines Erdrutsches entgleist und keiner weiß, wann die einspurige Strecke wieder befahren werden kann. Wir warten sage und schreibe 8 Stunden. Unsere Stimmung durchlebt alles von amüsiert und beschäftigt bis hin zu todesgenervt und müde. Um 22:00 Uhr geht es dann endlich los, doch es bricht Panik am Bahnhof aus und alles quetscht sich durch die einzige winzige Tür, die die Angestellten zum Bahngleis öffnen. Unsere Gruppe versucht zusammenzubleiben. Ich bin festgequetscht und halte mich am Rucksack einer mitreisenden Dänin fest, die sich wiederum an einem mitreisenden Amerikaner festklammert. Wir schaffen es auf das Bahngleis und in die Bahn und nach vielen Diskussionen schafft unser Tourguide es auch, noch die letzten vier Mitreisenden, die im Gedränge nach hinten geschoben wurden, mit rauszuziehen. So können wir also alle gemeinsam nach Ollantaytambo fahren. Vom Panorama sieht man natürlich in der Dunkelheit nichts mehr. Aber Hauptsache, wir kommen hier weg. Von Ollantaytambo dann noch mal 2 Stunden mit dem Bus nach Cuzco und so kommen wir schließlich um 2:30 Uhr müde, durchnässt und frierend in Cuzco im Hotel an.
Saqsayhuamán
Nach einer kurzen Nacht lasse ich den Tag langsam angehen und gehe ausgiebig in San Blas im „Flora“ brunchen. Eigentlich hatte ich vor, heute gar nichts zu tun. Doch dann wird das Wetter schön und ich fahre spontan noch zu Saqsayhuamán. Saqsayhuamán ist ein beeindruckender, UNESCO-geschützter Inka-Festungskomplex oberhalb von Cusco. Er ist bekannt für seine riesigen, ohne Mörtel präzise zusammengefügten Steinblöcke. Der größte von ihnen ist 9 m x 5 m x 4 m groß und wiegt rund 200 Tonnen. Die Festung diente im 14./15. Jahrhundert sowohl als militärische Verteidigung als auch als religiöses Heiligtum. Der Ausflug macht Spaß und rundet mein Inca-Trail-Erlebnis ab. Denn angeblich hat 1536 die Schlacht von Saqsayhuamán verhindert, dass die Spanier es nach Machu Picchu geschafft haben. Wie genau, muss ich noch mal nachschlagen.
Zum Abschluss gehe ich noch mit Phil und Simon Pizza essen und steige um 21 Uhr in meinen Nachtbus mit „Peru Hop“ nach Puno. Ab jetzt bin ich wieder auf mich alleine gestellt.
Titicacasee und eine Nacht auf den Uros-Inseln
Um 5:00 Uhr läuft der Bus in Puno ein. Wir gehen gemeinsam frühstücken und danach fahren einige direkt weiter nach Copacabana. Ich hingegen bleibe erst mal und werde um 7:15 Uhr für meine Tagestour auf dem Titicacasee abgeholt. Das Boot macht einen etwas zweifelhaften Eindruck, aber es wird uns schon heil wieder zurückbringen. Außer mir gibt es nur einen weiteren „Westler“. Alle anderen Reisenden kommen aus Südamerika und so muss immer extra für uns noch mal das Programm auf Englisch übersetzt werden.
Erster Stopp sind die Uros-Inseln – auch bekannt als die Floating Islands. Hier erklärt man uns, dass die Uros-Inseln wohl von Nomaden aus dem Amazonas begonnen wurden. Sie waren Fischer und haben sich somit lieber auf dem Wasser aufgehalten als auf dem Land. Die Floating Islands wurden und werden aus Wurzelblöcken des hier wachsenden Schilfs gemacht. In die Wurzelblöcke werden Holzpflöcke geschlagen und die werden wiederum zusammengebunden. So wächst alles zu einer Insel zusammen und nachdem man meterweise Schilf obendrauf legt, wird die Insel dann auch bewohnbar. Auch die Häuser sind aus Schilf gemacht und Strom wird über Solarmodule erzeugt.
Dann gibt es noch eine Bonus-Abzocke-Fahrt mit einem angeblich traditionellen Schilfboot. Die Fahrt kostet extra, soll 30 Min. dauern und noch zu einer weiteren Uros-Insel führen. Doch das Boot ist zumindest von außen mit Kunststoff verkleidet (selbst wenn es innen Stroh hat), mit Airbrush besprüht und schippert 30 Min. im Kreis herum, bevor es dann 15 Meter neben unserem Ausgangspunkt an einem Abschnitt hält, der Snacks und Souvenirs verkauft. Naja. Insgesamt ist der Besuch auf den Uros-Inseln etwas enttäuschend, muss ich sagen. Man merkt, dass sie primär kommerziell betrieben werden und die Leute das Geld brauchen.
Nach zwei Stunden Bootsfahrt erreichen wir den zweiten Stopp – Amantaní Island. Es ist die zweitgrößte Insel auf dem Titicacasee und eine Vulkaninsel. Es ist sehr idyllisch und gut gepflegt. Nach einem kleinen Spaziergang geht es dann auch schon zu Stopp Nr. 3 – Llachón. Hier haben wir eigentlich nur noch unser Mittagessen mit einem hervorragenden Blick auf den See hinaus. Dann geht es zurück Richtung Puno.
Ob sich die Tour insgesamt gelohnt hat? Ich weiß es nicht. 4 Stunden auf dem See ist schon wirklich sehr lange und dafür haben wir nicht besonders viel von den Inseln und Llachón gesehen.
Aber auf dem Heimweg setzt mich das Boot bei meinem Hotel auf den Uros-Inseln ab, das ich mir für heute gebucht habe, und ich kann den Nachmittag noch in dem wunderschönen, liebevoll dekorierten, schwimmenden Häuschen verbringen. Die Auszeit habe ich dringend gebraucht!
Puno
Am nächsten Tag geht es 10 Minuten mit dem Motorboot zurück nach Puno und mit einem verhandelten Privatwagen zum Hotel Conde de Lemos, das direkt neben dem Plaza de Armas liegt. Zum Glück darf ich frühzeitig einchecken und kann heiß duschen! Was für eine Wohltat, nachdem ich die letzten Tage so gefroren habe und nie richtig warmes Wasser hatte!
Puno hat nur einen sehr kleinen Stadtkern und in ca. 1,5 Stunden hat man eigentlich alles Wesentliche gesehen. Die Entschleunigung ist mir aber ganz recht und so habe ich Zeit, ein paar Kilo an Souvenirs mit der peruanischen Post nach Deutschland zu schicken. Es ist ein größeres Unterfangen, aber die Dame bei Serpost ist sehr hilfsbereit und kompetent und so verpacken wir in Teamarbeit das Paket und füllen unzählige Formulare aus. Ich muss sogar meine Fingerabdrücke hinterlassen und meine Passnummer angeben. Hoffen wir mal, dass das Paket ankommt.
Abends folge ich dem Rat des Hoteliers, was die Gastronomie angeht, und lande in einem Restaurant mit Showeinlage! Das war eigentlich nicht das, was ich meinte, als ich nach „local restaurant“ gefragt habe. Aber gut, nun bin ich hier – zwischen Chinesen und Engländern – und es wird reichlich was geboten! Die vier Tänzer im Balcones de Puno haben keine Kosten und Mühen gescheut bei den Kostümen und den Choreografien. Sie haben mich lediglich an dem Punkt verloren, als sie eine fünfte Dame im Vikunja-Kostüm auf die Bühne geschickt haben. Dieses Kostüm! Wie eine beige, dicke Giraffe. Und dann ging es in der Choreo auch noch darum, das Vikunja einzufangen. Ich bin sprachlos und muss mir die Tränen vor Lachen verkneifen – denn die Show meint es ja durchaus ernst! Wenn sie jetzt noch ein Meerschweinchen auf die Bühne jagen, ist es aus und vorbei. Bevor das passiert, verabschiede ich mich lieber…
Bolivien, ich komme!
Um 7:30 Uhr kommt mein Peru-Hop-Bus und wir machen uns auf den Weg nach Copacabana, Bolivien. Eigentlich hatte ich gar nicht vor, nach Bolivien zu reisen, aber es bot sich an und mit etwas Hin- und Herschieben meiner Reiseroute konnte ich es noch integrieren und dennoch im Zeitplan bleiben.
Alles Weitere folgt im nächsten Reisebericht „Buenos Dias Bolivia“…

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